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Mirko "Reiti"

24.07.1976 - 15.08.2007

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OX-Fanzine #43

Kann man die Message eurer Texte in wenige Worten zusammenfassen?
Zippel: "Man ließt ja oft in Fanzines über Punkbands, und deren ausgelutschte Texte, mit "Gegen Nazis" und so, aber man sieht´s halt jeden Tag, dass es wichtiger denn je ist, immer wieder drauf hinzuweisen. Da gibt´s, glaube ich, keine ausgelutschten Texte. Es ist immer wichtig den Leuten was zu sagen, wir haben z.B. sozialkritische Texte, oder nimm "Skinhead Movement". Der hat uns unerwartet echt etwas geprägt. Wir sind selber keine Skinheads, aber sie sind ein Teil der Bewegung und als solcher zu respektieren. Da ist schon Sympathie unsererseits da, aber wenn, dann nur korrekte Skins."
Wie steht ihr zu all den neuen Strömungen im Hardcore und den daraus resultierenden Streitigkeiten in der Szene?
Zippel: "Was ich mit Hardcoreszene verbinde, sind die klassischen Schienen Oi!, OldSchool-Hardcore und Punk."
Reiti: "...na und manche Sachen, die sich halt Hardcore nennen, sagen wir mal z.B. Post-Hardcore, gehören für uns nicht so dazu, wie für andere. Nimm diesen ganze Emo-Kram, das ist für uns kein Hardcore mehr, das ist doch eher Pop."
Zippel: "Viele werden sagen: "Okay, sollen die doch ihren Achziger-Jahre -Kram machen, wir haben uns inzwischen weiterentwickelt!", aber gut, sollen sie reden, ich bin der Meinung, dass durch diesen ganzen modernen Quatsch ein Stück weit von der Idee und vom Kult verloren geht."
Rico: "Das Problem, denke ich, ist, dass durch dieses ganze Breitgelatsche, dass also immer mehr zum Hardcore dazu gepackt wird, wie z.B. Emo oder so, die ganze Sache halt immer mehr kommerzialisiert wird. Das ist schon eine Gefahr für die ganze Musikrichtung. Ich hab nichts gegen Emo, und da gibt´s auch gute Bands, aber wenn sie dann irgendwelche Liebeslieder auf der Bühne trällern und mal für zehn Sekunden einen Verzerrer einschalten, dann hat das einfach nichts mehr mit der Grundidee zu tun. Da sollen sie halt sagen, dass sie Popmusik machen, und nicht auf einen Image rumreiten, mit dem sie nichts mehr zu tun haben."
Zippel: "Und es ist auch alles zu einer Modegeschichte verkommen. Viele raffen einfach nicht mehr, dass den Menschen nicht die Klamotten ausmachen, die er trägt. In letzter Zeit, denke ich zumindest, geht alles so in eine Discorichtung."
Rico: "Es wird ja auch oft so argumentiert, dass diese Musik, Emo eben, vielleicht das Tor zur Szene für junge Leute öffnet, aber das ist wohl eher nach hinten losgegangen, und die Ideale gingen dabei verloren."
Wenn ihr die Wahl zwischen Big Business und D.I.Y., will sagen weiter so wie bisher, hättet, was wäre euch lieber?
Alle: "Weiter so wie bisher!"
Zippel: "Es ist halt wichtig den Spaß an der Sache zu bewahren. Wenn es irgendwann mal nur noch Arbeit ist, mit der du dein Geld verdienst, dann ist es irgendwie nicht mehr das, was es mal sein sollte."ghome
Die 4 SIVITS sind ja nicht die einzige Tätigkeit, die ihr im Musikbereich ausübt. Zippel, du hast doch da noch so ein Nebenprojekt. Erzähl doch mal was darüber!
Zippel: "Ja, die Band nennt sich halt COPYRIGHT UNITZ und macht Hip Hop. Aber es nicht der typische Chart-HipHop, sondern eher das Underground-OldSchool-HipHop-Ding. Und bei mir ist es halt auch so, dass ich nicht mit Hardcore, sondern mit Hip Hop angefangen habe. Dann kam OPERATION OX-EYE, das war ein Projekt, das etwas an BODYCOUNT erinnerte, mit zwei MC´s . Damals haben wir ein paar Songs gemacht, die musikalisch schon Hardcore waren, aber eben mit Raps. Und da hab ich mir bei einer Probe einfach mal das Mikro geschnappt und mal etwas lauter gesungen. Aber das HipHop-Ding mit DJ Ron, unserem OldSchool-Hasen, ist bis heute immer bestehen geblieben. Mit denen hänge ich viel rum und wir geben auch Konzerte. Das gehört für mich genauso zur Musik wie die 4 SIVITS."
Was wären da noch für große Ziele, die ihr für die Zukunft hättet?
Zippel: "Auf jeden Fall dabei zu bleiben und zur Sache zu stehen. Viele Shows spielen und viele Leute treffen, und vielleicht den Hardcore am Leben erhalten, sowie vor allem auch den Jüngeren, die immer wieder dazukommen, die Wurzeln und Ideale dieser Musik näher zu bringen."
Reiti: "Und Rico will auch an seinem Vierzigsten noch mit uns zusammen spielen..." (Gelächter)
Haben wir noch was vergessen?
Rico: "Kommt zu unseren Konzerten!"
Zippel: "Und dann müssen wir allen noch einen lieben Gruß vom Matthias sagen, unserem "Crust gegen Jesus", der heute leider wieder die Working Class vertreten muß, und ganz ängstlich war, dass wir hier nur Scheiße erzählen könnten."
nice

Quelle: OX-Fanzine #43 bzw. www.ox-fanzine.de


 


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